Heute war wieder mal eine deutsche Delegation zu Besuch am Technion, mit denen wir "ein leichtes Mittagessen" einnehmen durften und von unseren Erfahrungen als Austauschstudenten erzählen. Diesmal mit einer allgemeinen Vorstellungsrunde unsererseits am Anfang und einer viel zu langen Fotosession am Ende. Das Essen dazwischen wie üblich: schön aufgeteilt an jedem Tisch ein bis zwei Studenten für knapp zehn Besucher, so dass man sich die Zeit zum Essen eher erkämpfen musste zwischen den interessierten Fragen. (Und ganz nebenbei: Nein, ich hab keine Statistik über die Zahl der Studierenden jeglicher Herkunft, Professoren und den akademischen Mittelbau auswendig gelernt.) Aber nett waren die Leute schon. Nur warum die alle so an deutschen Austauschstudenten interessiert sind, hab ich immer noch nicht so ganz begriffen.
Übrigens hab ich die meisten meiner Kurse dieses Semester innerlich aufgegeben: der eine ist zu schwer, der andere zu hebräisch. Jetzt bleiben da noch Kryptologie und natürlich der Sprachkurs. So macht Studieren wieder Spaß, und wie Kirstin so schön gesagt hat: sich ab und zu mal nen Tag frei nehmen zu können und nen Ausflug zu machen...
Freitag gabs eine Einladung zum großen Fressen bei Ahmads Familie anlässlich des muslimischen Festes Eid-al-Adha (oder so, ich vergesse das ständig wieder.) Ich dachte immer, wir essen in Deutschland an Weihnachten so viel. Aber das war... Süßigkeiten zur Begrüßung im Wohnzimmer, während draußen das Fleisch gegrillt wurde, damit wir nahtlos zum inzwischen wie üblich mit Pita, Humus und Gemüse gedeckten Tisch wechseln konnten. Nachdem sich wirklich jeder vehement gegen noch mehr Fleisch wehrte, gings in den Garten für einen kleinen Verdauungsspaziergang, während dem wir natürlich Früchte von den vielen Bäumen probieren mussten (frische Datteln sind ungetrocknet wirklich nicht so lecker). Dann war der Kaffee fertig und nach kurzer Zeit gabs exotische Früchte, arabische Süßigkeiten (so eine Art Kuchen, besteht quasi aus in Zuckerlösung getränkter Pasta, Grieß, Nüssen usw.), Wasser zur Verdauung, noch ein Stück dummerweise mitgebrachter Sahne-Karamel-Torte und nochmal Kaffee. Zum Abschluss noch ein paar Süßigkeiten im Wohnzimmer, um zum Anfang zurückzukommen... Unglaublich. Ganz abgesehen vom Essen und dem tollen Haus echt sehr sehr nette Leute! (Worüber ich die unangenehme Situation am Anfang schon fast wieder vergessen hab, als ich dem Vater nichtsahnend die Hand schütteln wollte.)
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Warum war das mit dem Vater ein Problem?
AntwortenLöschenooh, ich will mal frische Datteln versuchen. Und du bist dir sicher, dass du die nicht magst?